Wie ich hier schon kurz angedeutet habe, habe ich das neue Testprodukt bereits am Wochenende kurz ausprobiert. Gestern kam dann der richtige Test, von dem ich euch jetzt erzählen möchte.
Der Sqweel ist ein Oralsexsimulator. Er besteht aus einer handgroßen Art Dose, in deren Inneren sich ein Rad mit zungenfarbigen (so soll es wahrscheinlich sein – es ist ein helles, unnatürliches Rosa) und -förmigen “Auswüchsen” befindet. Dieses Rad dreht sich, sobald man den Simulator anschaltet.
Ich muss sagen, dass mir dieses Teil ein bisschen Angst machte. Die Zungen sind zwar sehr weich und fühlen sich auf dem Handrücken angenehm an, aber bei der höchsten Stufe bewegen sich die Zungen so schnell, dass ich Angst um meine Klitoris hatte. Außerdem klingt der Sqweel ein bisschen wie ein Mixer, was meine Skepsis nicht unbedingt schmälerte. Das Geräusch ist zwar eher leise, aber die Erinnerung an einen Mixer besteht dennoch.
Ich finde außerdem, dass er ziemlich unangenehm riecht. Glücklicherweise riecht nur die äußere Schale so, die Zungen selbst haben einen eher neutralen Geruch nach einem neuen Produkt, sonst hätte ich den Sqweel vielleicht gar nicht ausprobiert.
Update: Der Sqweel besteht aus Silikon und ABS. Beides ist nicht gesundheitsschädlich und gut verträglich. Silikon ist das beste Material, aus dem man ein Spielzeug herstellen kann und ABS wird unter anderem für ein Kinderspielzeug verwendet, das wiederum von Hautärzten als gesundheitsunschädlich klassifiziert wurde.
Nun hatten wir aber in einem Magazin eine leider sehr kurze, aber positiv ausfallende Kritik dieses Sexspielzeugs gelesen und waren doch neugierig. Den Tipp, viel Gleitgel zu verwenden, befolgten wir und ich kann ihn auch nur weiter geben. Körpereigene “hochgeholte” Flüssigkeit reicht einfach nicht aus und es ist ziemlich unangenehm, wenn die Zungen ohne Gleitschicht an der Klitoris reiben.
Die Handhabung finde ich in Ordnung; wenn man ihn an der schmalen Seite anfasst, sodass die Zungen zum Körper zeigen und dann die Hand streckt, kann man ihn relativ gut halten. Meine Zweittesterin fand aber, dass er nicht gut in der Hand liegt und er sich somit eher zur Anwendung zu zweit eignet.
Die Zungen sind gut verarbeitet und weisen keine Unregelmäßigkeiten auf. Positiv zu bemerken ist auch, dass der Sqweel leicht auseinander zu bauen und zu reinigen ist – nur lässt sich die Kappe ziemlich schlecht wieder zu machen, was mir überhaupt nicht gefällt. Nach der Masturbation würde ich ihn gern einfach kurz zu machen, beiseite legen und erst einmal tief durchatmen, was nicht möglich ist, wenn ich den Deckel nicht drauf bekomme.
Die Zungen fühlen sich – mit Gleitgel und auf der niedrigsten Stufe – sehr weich und angenehm, wenn auch ungewohnt an. Mit Oralsex ist das Gefühl nur ansatzweise zu vergleichen, denn die Zungen sind ziemlich kalt. Ich habe auch keine Idee, wie ich sie aufwärmen könnte – wasserdicht ist der Sqweel nicht und ich halte es für eine sehr schlechte Idee, ihn in die Mikrowelle zu stecken. Sobald ich weiß, aus was für einem Material er besteht und herausgefunden habe, wie viel es verträgt, werde ich da ein bisschen herumprobieren.
Beim zweiten Versuch kam ich erstaunlicherweise relativ schnell zum Orgasmus. Es muss irgendetwas zwischen zwei und drei Minuten gewesen sein, wobei ich auch in der richtigen Stimmung war. Auch wenn der Sqweel also furchteinflößend aussieht und nicht wirklich das tut, was er soll, nämlich Oralsex zu simulieren, ist er also ein funktionserfüllendes Sexspielzeug.
Fazit: Der Sqweel ist nicht so schlimm, wie er (für mich) aussieht, sondern eigentlich angenehm. Er hat ziemlich viele negative Punkte (Aussehen, Geruch, Handhabung, fehlende Gleitfreudigkeit), bringt mich aber schnell zum Orgasmus. Außerdem ist er ein innovatives Sexspielzeug, was ihm doch noch ein paar Pluspunkte bringt. Zwecks Abwechslung ist er sicherlich interessant, aber zu meinem Lieblingsspielzeug oder gar zum Oralsexersatz wird er definitiv nicht werden. Dazu liebe ich die Zunge meines Partners auch viel zu sehr.
Er ist beim Erotik Shop Van Erotik zu haben und kostet 44,95€. Verglichen mit Vibratoren liegt er im mittleren Preisbereich und kostet damit etwa so viel wie mein Liebling Paulchen, den ich auf jeden Fall bevorzuge. Wer gern unterschiedliche Sextoys benutzt, dem sei der Sqweel empfohlen, aber als einziges oder Erstspielzeug würde ich ihn nicht kaufen.
Wie findet ihr denn das Design? Jagt es euch Angst ein oder findet ihr es interessant? Vielleicht empfinde ja auch nur ich es als furchteinflößend.
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Pass lieber auf, nicht das der aus Gesundheitsschädlichem Jelly ist.
Nähere Infos findest du unter: http://www.lovetoytest.net unter Materialkunde!
Ich weiß, wie schlimm Jelly ist, deswegen habe ich etwas recherchiert. Der Sqweel besteht aus Silikon und ABS und ist damit gesundheitsunschädlich (siehe Update).
also meine Mitbewohnerin meinte auch, das sähe furcheinflössend aus…
Mich schreckt das Aussehen eher ab. Wenn ich auf der Suche nach einem neuen Spielzeug bin, suche ich lieber etwas anderes aus was mich optisch mehr anspricht.
Verständlich. Manchmal verpasst man dann zwar die Chance auf etwas wirklich Gutes, aber obwohl der Sqweel wirklich interessant ist, ist er kein Must-Have.
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