Es gibt ziemlich viele unterschiedliche Meinungen übers Sperma schlucken. Die einen finden nichts dabei, die anderen ekeln sich davor, wieder andere tun es gerne, weil sie es als Zeichen der Verbundenheit sehen.
Bevor ich meine Meinung dazu kundtue, möchte ich das Wort Safer Sex in den Raum werfen. Bevor kein Test auf HIV und andere Geschlechtskrankheiten gemacht wurde, sollte sich niemand darauf einlassen, die Körpersekrete einer anderen Person in sich aufzunehmen (abgesehen vom Speichel, der zumindest den HI-Virus nicht überträgt). Ich habe meine Gesundheitsbestätigungen durch ein paar Operationen, vor denen mein Blut untersucht werden musste, aber man kann auch ganz einfach ein Blutbild erstellen lassen. Was noch ziemlich gut und außerdem sinnvoll ist: Blut spenden. Dabei wird das Blut selbstverständlich jedes Mal auf Krankheitserreger untersucht, denn kranke Personen dürfen nicht spenden. Wer regelmäßig Blut spendet, tut also Gutes, verdient manchmal sogar etwas Geld dabei und kann vor allem Krankheiten ausschließen.
Es tritt allerdings schon vor der Ejakulation Sperma aus, deswegen reicht es nicht, einfach kurz vorher mit der Hand weiter zu machen. Oralverkehr mit Kondom finde ich zwar nicht sonderlich ansprechend und Latex mit irgendwelchem Fruchtgeschmack ist nun nicht das, was ich ständig im Mund haben will, aber alles ist besser als sich unbeabsichtigt eine Krankheit einzufangen.
Nachdem nun die Vorbereitungen getroffen sind, kann es mit der Diskussion weiter gehen. Ich schätze, dass alle, die komplett gegen das Schlucken sind, sich nicht auf dieser Unterseite herumtreiben. Daraus schließe ich, dass der Rest daran interessiert ist oder es lernen will, sofern man so etwas lernen kann.
Sperma schmeckt etwas salzig – soll süßer werden, wenn der Mann Ananas isst – und ist nicht unbedingt mein Lieblingsgericht – vor allem die Konsistenz mag ich nicht so gern – aber ich glaube, dass es schlimmer ist, es im Mund zu bewahren, bis man es irgendwo ausspucken kann, als tatsächlich zu schlucken. Am leichtesten geht es, wenn der Penis relativ weit im Mund ist, denn so schmeckt man es kaum. Mein Partner behauptet, Kaki schmecke nach Sperma (oder andersherum).
Zuerst muss Vertrauen aufgebaut werden. Mit dem Sperma wird niemand gequält, niemand zu etwas gedrängt, und das zu verstehen ist wichtig beim “Training”. Der Wille, es zu versuchen, muss von der Person selbst kommen und es bringt nichts, jemanden unter Druck zu setzen. Schön ist es, wenn der Mann auf seine Ernährung achtet, da sich das, was er isst, auch in dem Geschmack seines Spermas widerspiegelt. Vielleicht sollte er seinen Saft auch einfach mal selbst probieren, um herauszufinden, was er seiner Partnerin zumutet – wobei “zumuten” wieder so negativ klingt.
Als nächstes finde ich es ganz gut, wenn der Mann vielleicht vorher schon einmal gekommen ist, da dann die Spermamenge sinkt. Wichtig ist, dass die Frau den Blowjob genießt und es gern tut. Dann heißt es nur noch, die Sache zu Ende zu bringen, den Penis möglichst weit aufzunehmen und einfach schnell zu schlucken, wenn das Ejakulat kommt. In einem Forum wurde einmal gesagt: “Letztendlich symbolisiert Sperma doch etwas schönes, ist Ausdruck dafür, dass es dem Partner gerade gut geht. Da sollte ich mich eher darüber freuen als mich zu ekeln.” Das drückt meiner Meinung nach sehr schön aus, worum es geht: Eine Frau – oder natürlich auch ein Mann – kann Spaß am Blowjob und am Schlucken haben, wenn sie es genießt, dass es dem Partner gefällt.



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