Harte BDSM-Anteile
Ich bin mittlerweile – so meine ich urteilen zu können – eine sehr offene Person geworden und glaube, dass das vor allem am BDSM liegt. Mein Sexualleben ist anders als das des Durchschnittsmenschen und ich habe das akzeptiert. Im gleichen Zug habe ich natürlich auch akzeptiert, dass andere genauso leben. Ich tauchte immer weiter in die Welt der Fetische und Kinks ein, entdeckte immer mehr – und fand das alles so auch in Ordnung. Schnell eignete ich mir die Einstellung “Your kink is not my kink, but it’s okay” an und ich denke, dass es einfach daran lag, dass ich alles mögliche ausprobiert habe. Manchem stand ich nicht ganz so offen gegenüber wie anderem…
Vor einiger Zeit war ich mit meiner Freundin (Nun, wir sind nicht zusammen, aber es ist schwer, dafür ein deutsches Wort zu finden. Wir sind “friends with benefits”.) auf einer Playparty. Wir kuschelten uns gemütlich in einen Hängesessel, berührten und küssten uns, ich zerkratzte ihr den Oberschenkel ein wenig und wir genossen einfach die gemeinsame Zeit. Währenddessen stand vor dem Raum jemand, bei dem ich mit meinen schlechten Augen und im Dämmerlicht nicht ganz zu urteilen vermochte, ob die Person nun ein Mann oder eine Frau war. Sie hatte längere schwarze Haare, trug feminine Kleidung, ein Handtäschchen und schien geschminkt zu sein. Ich weiß nicht, warum, aber irgendwie übte diese Person einen Reiz auf mich aus. Nicht unbedingt im sexuellen Sinne, aber sie erweckte einfach ein gewisses Interesse.
Wir entschlossen uns, sie hereinzubeten und ich erkannte nun deutlicher, dass die Person männlichen Geschlechts war, wenn auch eindeutig feminisiert. Sie stellte sich uns als Janina vor und immer noch war ich weder abgeschreckt, noch angeekelt, noch hatte ich andere negative Gefühle. Wir holten sie heran, sie strich uns ganz vorsichtig über die Beine, berührte uns sanft und als ich sie dazu aufforderte, verwöhnte sie die Füße meiner Freundin. Diese war (wie ich übrigens auch) sehr von ihren wunderschönen Schuhen eingenommen und interessierte sich dafür, wie es sich wohl anfühle, wenn sich ein Fußfetischist um ihre Füße kümmere. Ich wusste nicht, dass die “Neue” Fußfetischist war, ahnte es aber irgendwie.
Später am Abend trafen wir sie wieder und sie machte mir deutlich, wie gern sie Klammern mag. Ich setzte ihr die Klammern, die mir noch am harmlosesten erschienen, an die Brustwarzen, drückte sie ab und zu mit den Fingern etwas fester und zog an der Kette, die sie verband, sodass Janina vor mir in die Knie gehen musste. Ich genoss ihren Blick und wir entschlossen, eines der Zimmer aufzusuchen. Dort legte sie sich auf das Bett, während sie von der einen Seite gestreichelt wurde, während ich, nachdem sie mich… dezent… darauf hinwies, dass die Krokodilklemmen, von denen sie den Gummischutz abgemacht hatte, auch gingen. Also “durfte” sie sie drei Minuten lang tragen, während ich die Sekunden zählte und ihr Winden und den schmerzverzerrten Gesichtsausdruck genoss, ihr aber gleichzeitig Mut zusprach. Meine Freundin hielt immer noch ihre Hand.
Danach gingen wir zur Bar und unterhielten uns, bis wir zwei Mädels uns auf den Heimweg machten. Mittlerweile habe ich immer noch ab und zu Mailkontakt zu Janina. Sie schreibt mir als Mann, soweit ich das beurteilen kann. Und die einzigen Schwierigkeiten, die ich habe, bestehen darin, zu entscheiden, ob ich in meinem Artikel “sie” oder “er” schreiben soll.
Seit ich Janina kenne, übt Crossdressing einen immer größer werdenden Reiz auf mich aus. Einen Mann, der vielleicht auch nicht allzu männlich ist, zu kleiden wie eine Frau, ihn zu schminken, seine Fingernägel anzumalen und ihn so irgendwo, wo es abgelegener ist, aber doch Leute vorbei kommen können, auszuführen – das gefällt mir immer mehr. Ich bin gespannt, ob ich diese Phantasien irgendwann einmal ausleben kann und es dem Mann zumindest ein bisschen gefällt.
Heute entdeckte ich auf der Internetseite einer Frauenzeitschrift einen Artikel über androgyne Models. Ich konnte teilweise meinen Augen nicht trauen, befragte Freund Google und stieß auf folgendes Bild:
Sein Name – ja, sein Name! – ist Andrej Pejic. Auf den ersten Blick könnte man ihn für eine Frau mit nachwachsendem Haaransatz und wenig Fleisch auf den Rippen halten – ein typisches Model eben. Andrej ist auch Model. Er trägt sowohl Kleidung für Männer als auch für Frauen. Die Modebranche hat sich für ihn interessiert, ohne zu wissen, dass er ein Mann ist, aber als das herauskam, wurde er für sie nur umso interessanter. Die Trennung zwischen Mann und Frau verschwimmt immer mehr, männliche Kleidung zieht, in etwas abgewandelter Form, in die Frauenmode ein – Androgynie wird interessant. Der perfekte Zeitpunkt für einen Andrej Pejic oder eine Lea T.
Ich finde dieses Bild von ihr wunderbar bezeichnend. Lea wurde als Leo geboren, ist jetzt aber, wie ihr Name schon sagt, eine Frau. Ich konnte leider nicht herausfinden, ob sie nun auch völlig “fertig” operiert ist, weil das Internet nicht so viel hergab.
Wird unsere Gesellschaft toleranter? Öffnen wir unsere beschränkte Mann/Frau-Einteilung? Akzeptieren wir das “andere” immer mehr? Oder ist es nur Skandalgeilheit? Ich denke, wir können tatsächlich hoffen.
Mann oder Frau – ist das eigentlich so wichtig? Muss man immer alles genau so definieren, wie es irgendjemand mal festgelegt hat?
Janina zum Beispiel ist Crossdresser. Sie mag feminine Kleidung und schminkt sich gerne, aber sie steht überhaupt nicht auf Männer. Andrej Pejic fühlt sich mal als Frau, mal als Mann und er scheint beide Geschlechter anziehend zu finden, wie ich in einem Interview mit der Zeit las. Er verhält sich, wie es ihm die Modedesigner diktieren – aber er ist immer noch er selbst, weil er sich nun einmal sowohl als Mann, als auch als Frau fühlt.
Pejic: Ich weiß, welche Erwartungen an mich gestellt werden. Als Frau bin ich sinnlich und sexy. Als Mann bin ich eher – schlicht.
ZEITmagazin: Mann zu sein bedeutet, schlicht zu sein?
Pejic: Auf die Mode bezogen – ja.
[...]
ZEITmagazin: Interessieren Sie Frauen oder Männer?
Pejic: Ich will es mal so sagen: Liebe kennt keine Grenzen.
Vor allem der letzte Satz gefällt mir sehr. Liebe kennt keine Grenzen. Liebe kennt weder Geschlechtergrenzen, noch ist sie limitiert auf eine Person oder ein Geschlecht.
So langsam kommt es mir vor, als verwandele sich mein Blog in einen einzigen Appell an die Toleranz und Offenheit der Menschen. Das liegt einfach daran, dass sich mit mir gerade ein Wandel vollzieht – die Toleranz, die ich mir immer beinahe aufgedrängt habe (“Du kannst doch zwei sich küssende Frauen nicht ästhetisch finden und dich angewidert abwenden, wenn sich zwei Männer küssen! Entscheide dich, tolerant oder nicht!”), wird nun immer mehr Teil meiner Persönlichkeit. Das bedeutet nicht, dass ich nun völlig tabulos alles akzeptiere, was da kreucht und fleucht, aber zumindest was manche gesellschaftliche Tabus angeht, werde ich immer kritischer.
Warum? Warum soll jemand seine Sexualität nicht genau so ausleben, wie es sich für ihn anfühlt? Warum muss denn ein Mann, der sich als Frau fühlt, Mann bleiben, weil er sonst Schwierigkeiten hätte, akzeptiert zu werden? Und warum kann man denn nicht daraus Lust ziehen sollen, sich dem anderen Geschlecht entsprechend anzuziehen?
Es gibt einfach nicht nur Schwarz und Weiß. Die Welt ist bunt.
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Als direkt betroffener sollte und will ich denk ich mal was dazu beitragen.
Vor 5 Jahren stand ich vor der Wahl. Ich wusste schon sehr lange das ich lieber eine Frau sein wollte als ein Mann und überlegte lange. Durch zufall lernte ich im Internet dann ein paar menschen kennen die Bereits eine geschlechtsoperation hinter sich hatten. Ich wurde neugierig und konsultierte Ärzte und Informierte mich darüber. Das ganze zog sich gut über 2 Jahre hin und letztendlich endschloss ich mich bewusst gegen eine Operation.
Es gab viele Gründe. Ich wägte alles ab den schließlich ging es um mein ganzen späteres Leben.
Einer der Gründe, so lächlich er auf dem ersten Blick scheint, war das jedem den ich davon erzählte, unterandere auch alle Ärzte, immer nur wissen wollten warum ich den gerne Frauenkleider trage? Zumal ich noch nie sehr modebewusst gewesen war. Die brachte mich zum grübeln und ich wollte dieses ganz genau ergründen. Ich kaufte mir Frauenklamotten und wollte es einfach mal probieren.
Jeder, ja auch die Ärzte, gingen imemr nur daovn aus das ich eine Frau sein will damit ich Lippenstift, Röcke, Nagellack, Schminke, Stöckelschuhe tragen kann. Ich bemerkte aber schnell das ich all diese dinge eher abstoßend als anziehen fand. Vielmehr bekahm ich ein klares Bild, wie schön es wäre wenn ich eine Frau sei. In jeans, Turnschuhen, Schicken Pulli. Diese Vorstellung fand ich sehr sehr schön. Nach langen gesprächen mit vielen stellte ich fest das diesem gegenüber keinelei akzeptanz war. “Warum willste den eine Frau sein wenn du auch oft Männerkleidung tragen willst” oder auch ” Ich glaube du bist einfach nur pervers und willst selber an dir rumspielen weil du sonst keine abbekommst”. Ich finde auch viele Frauen Kleidung sehr intressant. So mag ich Female jeans viel lieber weil sie so schön eng sind und ich enge sehr mag. Auch Hotpants oder mal was bauchnabelfreihes reizt mich. Aber eben nicht nur. Und Stöckelschuhe + Nagellack + Schminke waren für mich völlig bis garnicht unintressant.
Dies empfanden sehr viele als völlig absurt. ich glaube das Andrej Pejic da ähnlich wie ich empfand.
Nahc meheren anderen Gründen enschloss ich mich mit absoluter Überzeugung gegen die OP. Ich bin Bi, also gab es durchaus Männer die ich al schön empfand (ok muss zugeben eher feminine). Ich beschloss mir Kleidung zu kaufen die mir gefällt. Im normalfall war das sogar sehr oft Männerkleidung nur eben 2-3 Nummern zu klein ^^. Wie gesagt ich empfind es als sehr schön, diese Enge. Ich mag das Aussehen von engen sachen und empfand mich in sehr seltenen Moment sogar als schön in Ihnen. So lebe ich es heimlich aus. Ich wirke in der Öffentlichkeit höchste als jemand der sich kleidung per Ebay oder von seinem älteren Bruder, der ein bisschen kleiner ist, besorgt hat. Aber kaum einer denk daran das ich dies auch tuhe weil ich meine Weiblichkeit damit auslebe.
Selbst meine Mutter fragte sich immer warum ich wie der letzte lump rumlaufen will hihi.
Viele sachen kann ich wegen Körperbau + “speckschwaten oder einfach ungeformten körper (weil so gebohren) nicht tragen. Aber das Problem hätte ich wohl auch als Frau.
Kurzum: Ich konnte nie logisch erklären warum ich eine Frau sein wollte. Aber wenn ich etwas anziehe was ICH für MICH als sehr weiblich und zart empfinde und mich diesem Gefühl hingebe, das fühle ich glücksehlichkeit. Ich möchte jedoch keine Maske tragen weil diese mir zu sehr wehtut. Ich kann dieses Gefühl nicht erklären, doch ich weis ich kann es nicht dadurch erreichen das ich mein Aussehen ändere. ich muss mich als Frau fühlen und dieses ist mir auch solange da hunten was rumhängt einfach nicht gegeben. Ich habe nie verstanden wie Menschen allein aus solch einer kleinigkeit sich nicht gut fühlen können. ich verstehe es immernoch nicht. Allerdings bin ich selber einer von Ihnen.
So wie ich gerne wäre, so wie ich mir dies Wünsche, ist es mir nicht möglich solange ich einen Penis und eier habe. Ich habe inzwischen eine tiefe Abneigung gegen meinen penis + Eier entwickelt, obwohl ich dem Aussehen von Penissen nicht abgeneigt bin (bin ja auch Bi) so möchte ich ihn nicth an meinem Körper. Trotzdem habe ich mich bewusst aus guten gründen dagegen endschieden.
Ich bin sicher ich kann es schaffen. Es schaffen so zu sein wie ich bin. Es schaffen es einfach zu ignorieren das da was ist, den genießen werde ich es wohl nie können, musste ich verstellen.
Soviel zu meinen Gedanken als jemand denk ich mal betroffendes.
Vielen Dank für deinen Kommentar.
Aber zu der Kleidung: Es gibt doch auch Röhrenjeans für Männer, du musst keine zu kleine Kleidung kaufen.
Röhrenjeans? Nennt man die so? Hm muss ich mal gucken aber hautenge jeans habe ich mich bisher noch garnicht getraut zu tragen. Zumal mein Hintern dafür viel zu dick ist xD. Die kosten doch bestimmt auch eine menge.
Gibt auch nicht ganz hautenge Röhrenjeans. Und die kosten nicht mehr als normale Jeans.
P.S.
Das soll NICHT bedeuten ich finde Transgender hässlich!!! Es gibt sehr viele schöne und auh viele Frauen die sehr schön aussehen mit Lippenstift, Schminke usw. Es ist bloß nicht mein ganz persöhnliches schönheitsideal. Aber zu manschen Menschen passt es einfach und da find ich es dann sogar schön.
Danke euch beiden für eure Texte
Ich beschäftige mich immer mehr mit diesem Thema, da ein Teil meiner Liebsten sich eben durchaus auch als zweigeschlechtlich wahrnimmt.
Vorher war es für mich ein Theoretikum, nun ist es ein Teil meines Lebens und finde die Abkehr von einer geschlechtlchen Festlegung als sehr befreiend.
Selbst habe ich mich früher als bisexuell bezeichnet, mittlerweile mag ich das nicht mehr. Es schränkt mich nämlich eben in meiner Geschlechtswahrnehmung ein, weil es mir und meinem Sexualpartner ein Geschlecht zuordnet.
Auch wenn ich mich eigentlich “weiblich” wahrnehme, habe ich eben auch ein paar “männliche” Züge an mir und will die auch fühlen und zeigen können. Beziehungsweise will nicht von vornerein bei einem interessanten Wesen klassifizieren was es biologisch und gendermäßig ist. Schlicht weil mir die Eigenwahrnehmung viel wichtiger ist, als die äußere Einordnung.
Ergo ist für mich queer als Bezeichnung meiner Sexualität, meines Genders der Begriff geworden, der sich richtig anfühlt.
Andreij Pejic ist so wunderschön *schwärm*
Ich finde ihn auch hübsch
.
“Du kannst doch zwei sich küssende Frauen nicht ästhetisch finden und dich angewidert abwenden, wenn sich zwei Männer küssen! Entscheide dich, tolerant oder nicht!”
Diesen Satz halte ich für bedenklich und falsch. Sicherlich ist es falsch, sich angewidert abzuwenden, aber ich finde es durchaus ok, wenn man auf der einen Seite 2 küssende Frauen ästhetisch/erotisch findet, 2 küssende Männer aber nicht mag. Gleiches gilt natürlich auch, wenn die Geschlechter getauscht sind, also man küssende Männer mag, küssende Frauen aber nicht. Denn Toleranz bedeutet, dass man auch akzeptiert, dass man selbst oder jemand anders auch Dinge nicht mag. Da kommt es drauf an, wie ich es zum Ausdruck bringe.
Natürlich sind die Gedanken auch nicht wirklich toll oder richtig gewesen – aber gegen Gedanken kann man nichts tun. Ich freue mich einfach ein bisschen über mich, dass sich diese Ansichtsweisen jetzt geändert haben.
sehr guter Artikel.
übrigens: Doug hat gegenüber seinen Freunden gesagt: “I’m a bit jealous of my girlfriend’s girlfriend”
Leider wird er wahrscheinlich nicht im April da sein.
Nicht? *grummel* Grüß ihn mal lieb von mir. Irgendwann komme ich bestimmt nach Kanada.
er hat keinen urlaub gekriegt
und er grüßt zurück
Ein wirklich schön geschriebener Artikel!
Ich beschäftige mich mit dem Thema geschlchter seit dem ich in ein Interview mit Buck Angel gesehen habe. http://en.wikipedia.org/wiki/Buck_Angel
Er ist auch eine sehr beeindruckende Persönlichkeit, die zeigt, dass wir über unser Schubladendenken von Mann und Frau endlich hinwegkommen sollten.
Da antworte ich mal als die Janina aus dem Bericht.
.
Oder besser gesagt, ihr Anteil spielt mit herein.
Ich bin tatsächlich mal mit 14 Jahren durch den Garten gelaufen und habe überlegt, ob ich denn nun ein Junge oder ein Mädchen sein will. Letzten Endes ist meine Lebensrealität eine männliche. Und das nicht, weil der Mut gefehlt hätte oder so was. Es ist einfach nur meine Realität (und meine Wahl). Nichtsdestotrotz ist die weibliche Seite sehr stark. Sie wirklich zu leben hat mich über Jahre viel Mut gekostet (ein Prozess, der bis heute anhält und wohl nie zu Ende ist). Einige enge Freunde wissen Bescheid. Die meisten anderen nicht.
Mein Wunsch nach dem Weiblichen und meine Sehnsucht gilt einem Ausdruck von Leben, den Männer (scheinbar) so nicht haben. Seitdem ich Janina mehr pflege wird da aber auch meine männliche Seite besser
Ich bin ein kompletterer Mensch. Die Sehnsucht, die über viele Jahre quälend war, beruhigt sich. Sie verschwindet natürlich nie. Es gibt schmerzende Punkte, die bleiben schmerzend. Aber ich kann jedem nur empfehlen, geheime Seiten an die Luft zu lassen. Solange man keine andere Seele verletzt ist alles in Ordnung.
Und, Janina, was sagst du dazu?
“Wie du weißt, rede ich nicht viel. Meine Zärtlichkeit ist Gewalt und meine Gewalt Zärtlichkeit …”
Wäre ich jetzt dein Freund fände ich das mal wieder wunderbar kryptisch.
“Aber da du ich bist, weißt du was ich meine. Und ich darf es dankenswerter Weise einfach so sagen.”
Du darfst sowieso ‘ne Menge.
“Dinge, die du dich nicht traust?”
Wieso? Wird doch immer besser, dank dir!
“Wenn du dich weiterhin so mit dir selbst unterhältst, denken die Leute, du seist schizophren!”
Och nö, hab nur viel Phantasie. Wir bestehen alle aus vielen Stimmen. Noch viel mehr als nur Mann/Frau.
Vielen Dank für deinen Bericht! Es ist schön, wie viele Leute sich hier zu Wort melden. Allerdings sind eigentlich alle bisher aus dem BDSM-Bereich.
Ich würde gern auch die Meinung von Nicht-BDSMlern hören. Wie seht ihr das? Sollten die Geschlechter genau definiert bleiben oder müssen wir und unser System uns mehr öffnen?
Hm ich habe zwar auch intresse an BDSM, aber ich würde sagen mein Problem mit meinem Geschlecht rührt nicth daher. Es ist wenieger etwas Sexuelles. Und meine offenheit für anderen gegenüber die Transgender sind wird glaub ich nicht so stark durch meine BDSM neigung verändert.
Hm aber so siche rbin ich mir da auch nicht wenn es wirklich stimmt das sich hier zu diesem Thema eher BDSM intressierte zu wort melden. *grübelt*
Ein sehr schöner Artikel!
Ich finde es immer Reizvoller wie mittlerweile mit den klassischen Geschlechterrollen “gespielt” wird. Das alte Zwangsbild, man müsse Mann oder Frau sein ist sowieso etwas überholt finde ich und liegt nur noch daran, das der Mensch gerne alles in Kategorien packt. Auch die ganze Gender-Frage die immer wieder so gerne Aufgegriffen wird (Ja, es muss StudentInnen heißen) ist doch auch nicht Ziel führend. Man wird Zwangsweise einem System unterworfen aus dem man sich regulär nicht befreien kann. Man denke an den Fall Norrie May-Welby aus Australien. Da schafft es ein Mensch Ausweispapiere ohne Geschlechtsangabe zu erhalten und wenige Tage später fordert das zuständige Amt ein das der Mensch “ohne bestimmte Geschlechtsangabe” sich festlegen muss.
Bürokraten-Denken!