Photographie

Bilder sagen mehr als Worte – das haben schon viele erkannt. In der Erdbeerlounge werden auf Fragen wie “Was soll ich meinem Freund zum Valentinstag/Geburtstag/Weihnachten/Ostern/beliebiges Fest bitte hier einsetzen schenken?” sehr oft erotische Fotos empfohlen. Ich finde die Idee sehr schön und wenn ihr wisst, dass euer Freund vernünftig mit den Bildern umgehen wird, ist auch nichts dagegen einzuwenden.

Erotische Fotos selbst machen

Leider ist ein Studiobesuch vor allem für Schüler je nach Studio und Vorstellungen oft nicht erschwinglich und Nacktfotos mit der Handykamera, die man womöglich auch noch selbst hält, eher wenig erotisch. Dennoch können auch Laien, die zumindest ein bisschen mit einer Kamera (und Photoshop) umgehen können, hübsche erotische Fotos machen, über die sich der Partner freut, wenn sie die folgenden Hinweise beachten.

Voraussetzungen für gute Bilder sind eine gute Kamera, grundlegende Kenntnisse im Umgang mit dieser, ein Sinn für Ästhetik, Zeit und Geduld. Der Rest lässt sich (vor allem mit Zeit und Geduld) arrangieren. Wichtig ist es auch, vorher erst einmal normale Portraitbilder zu machen, um etwas Erfahrungen zu sammeln und keine “moralischen Schäden bei dem Model [zu] hinterlassen” (“mein” Photograph, 23. Februar 2011). Essentielle Dinge wie dass man keine Füße oder Zehen oder Teile vom Kopf abscheidet, sollten bekannt sein, bevor man sich an erotische Fotos wagt.

Kameraeinstellungen

So viele Funktionen die neusten Digitalkameras auch haben – für wirklich gute Bilder braucht man eine Spiegelreflex(digital)kamera. Natürlich sind die extrem teuer, aber vielleicht besitzt ja jemand in eurem Freundeskreis eine solche Kamera und leiht sie euch aus? Vorsicht: Benutzt besser eure eigene Speicherkarte, denn man kann, wenn man weiß, wie es geht, jedes Bild, das auf einer Karte gespeichert wurde wiederherstellen, auch wenn es gelöscht und die Karte formatiert wurde.

Lasst euch gut erklären, wie die Kamera funktioniert. Für Canon Kameras gibt es hier eine Website, auf der die Funktionsweise einfach und verständlich erklärt wird. Viele der Funktionen gibt es allerdings auch bei anderen Kameras, weswegen sich ein Blick auf die Seite lohnt. Tipps für etwas erfahrenere Photographen finden sich auf dieser Seite, aber ich wage zu behaupten, dass die Anleitungen Anfänger eher verwirren und die richtigen Profis darüber ohnehin Bescheid wissen. Bezüglich der Belichtung habe ich eine Artikelserie gefunden (Teil 1, 2, 3, 4, 5, 6).

Was aber vor allem für Anfänger wichtig ist: Niemand möchte verwackelte Bilder haben. Hier habe ich eine schöne Seite gefunden, auf der erklärt wird, wie man eine Kamera am besten hält. Die Seite ist (ebenso wie die Canon Seite) auf Englisch. Tipps auf Deutsch gibt es an dieser Stelle.

Der Fotograf

Auch wenn ihr die Bilder gern unter euch macht (also Freund knipst Freundin und andersherum): Vielleicht ist es doch besser, sich einen guten Hobbyfotografen zu suchen. Vielleicht derjenige, der euch die Kamera geliehen hat? Der wird wahrscheinlich ein bisschen Ahnung davon haben.

Wer absolut niemanden kennt und in Niedersachsen lebt, bzw. leicht dorthin kommt, der kann mich auch einfach kontaktieren; “mein” Fotograf macht kostenlos Shootings unter den Bedingungen, die auf der verlinkten Seite stehen (besser kann man’s meiner Meinung nach nicht mit nem guten Fotografen treffen^^).

Wahl des Ortes

Wenn ihr Bilder im Freien machen wollt, braucht ihr euch nicht mehr um die Beleuchtung zu kümmern (es sei denn, es ist sehr spät). Wenn euch nicht stört, dass jemand vorbei kommen könnte, könnt ihr wunderschöne Bilder im Wald, in einer Ruine, auf einem Feld etc. machen.

Die meisten Bilder sollen aber wahrscheinlich dieses dunkle, mystische, erotische Flair haben, das durch einen dunklen Hintergrund und retuschierend wirkende Schatten erzeugt wird. Dazu braucht ihr einen relativ großen Raum und große schwarze Tücher oder Laken. Diese Tücher befestigt ihr entweder direkt an der Wand (kene Lücken lassen!) oder an langen Stangen, wenn ihr welche zur Verfügung haben solltet. Auch an der Decke sollte ein Tuch hängen. Man kann auch mit weißem Hintergrund arbeiten, aber das ist schwieriger.

Wahl des Motivs

Am besten ist es für unerfahrene Photographen und Models ohne genaue Vorstellungen, sich Bilder von Profis anzuschauen. Auf Deviantart gibt es sehr schöne Bilder, sowohl von Profis als auch von Anfängern. So fällt euch auch die Wahl des Ortes leichter. In der Unterseite “Motive” werde ich ein paar sehr gelungene Bilder vorstellen und ihre Besonderheiten erklären. Auch das kann euch inspirieren.

Belichtung

Besorgt oder leiht euch am besten zwei bis vier Bauscheinwerfer. Am besten werden Bilder mit Gegenlicht, also wenn das Licht in Richtung Kamera schaut. Die Scheinwerfer lassen sich auch leicht wegretuschieren, wenn der Abstand zu klein sein sollte. Die Lichtquellen sollten alle die gleiche Farbe haben, auch wenn Profis interessante Effekte erzielen können, wenn sie genau das nicht machen.