All about Anna ist ein Frauenporno und wurde mir einerseits empfohlen, andererseits als “langweilig” beschrieben. Die ambivalente Kritik kratzte mich jedoch überhaupt nicht.
Anna wird von Gry Bay gespielt – was mir ehrlich gesagt überhaupt nichts sagt. Ich kenne abgesehen von Long Dong Silver keine Pornodarsteller und den auch nur wegen seines äußerst markanten Körperteils. Gry Bay ist jedenfalls eine hübsche blonde Frau, deren Brüste wohl silikonfrei sein dürften.
Anna hat von einer Freundin gehört, dass eine Frau eigentlich drei Männer bräuchte: Einen zum Spaßhaben, einen für gute Gespräche und einen für den Sex. Johan, ihre große Liebe, verkörpert sie alle. Leider macht sich Johan eines Tages wieder mit seinem Boot auf und Anna hört fünf Jahre lang nichts mehr von ihm.
Sie beschließt jedoch ihr Leben umzukrempeln, einfach ein abwechslungsreiches Sexualleben zu genießen und sich nicht fest zu binden. Dann lernt sie jedoch einen anderen Mann kennen, der zärtlich zu ihr ist und mit dem die erste richtige Sexszene zu sehen ist – vorher gibt es einen Cut, bevor’s zur Sache geht. Es hat mich ehrlich gesagt ein bisschen gewundert, dass die beiden ein Kondom verwenden, aber das ist auf jeden Fall positiv zu bemerken. Mir wurde neulich gesagt, dass mittlerweile Kondome benutzt werden müssen.
Diese und alle Sexszenen im Film sind sehr detailliert, das heißt, man sieht die Paare nicht nur im Vollbild, sondern mal die Hände, die sich irgendwo festhalten, mal die Brüste, die sich bewegen oder gestreichelt werden, ab und zu – wirklich selten – den Penis, der in sie hineinstößt und manchmal auch die ganze Szenerie.
Als auf einmal Johan einer der Möbelpacker ist, der Annas Sachen in eine neue Wohnung bringt, ist sie völlig aus dem Konzept gebracht. Er taucht nach einer Party morgens plötzlich bei ihr auf und die beiden haben Sex in der Küche. Dabei fegen sie einiges vom Tisch, was letztendlich auch Annas Freund aufweckt – der Sex bleibt also unerfüllt, Johan verschwindet und kritzelt seine Telefonnummer an die Wand, die Annas Freund verärgert wegwischt, weil er glaubt, es sei einer der Partygäste gewesen. Anna trennt sich daraufhin von ihm und fühlt sich einsamer als je zuvor. Auch die männermordende Mitbewohnerin kann sie nicht aufmuntern.
Bald jedoch bekommt Anna einen Job in Paris beim Theater angeboten – sie ist Kostümdesignerin. Beim Auszug hilft ihr derjenige, der in den drei Monaten mit ihrer Mitbewohnerin zusammen leben wird – Johan. Beinahe nehmen ihre Emotionen Überhand und sie beginnen sich im Treppenhaus auszuziehen, dann reißt sich Anna jedoch zusammen und fährt ab.
In Paris geht es ihr wunderbar, auch wenn sie sich Sorgen macht, was wohl zwischen Johan und ihrer Mitbewohnerin ablaufen wird. Ihr Chef am Theater versucht sich an sie heran zu machen, aber sie weist ihn ab. Stattdessen kommt eine sehr heiße Szene, in der sie mit einer Schauspielerin schläft. Dieses Erlebnis macht ihr jedoch klar, dass sie wieder zurück zu Johan will und so reist sie ab.
Allerdings findet sie bei ihrer Heimkehr Johan und die Mitbewohnerin in einem Bett – sie hat ihm auch bereits einen Blowjob gegeben, gegen den er sich.. ehm.. nicht wehren konnte. Kann man bei einem Blowjob ja auch nicht. Unmöglich. Wenn sie so aufdringlich ist.. Nein, auf keinen Fall! Der hübsche, blonde, extrem muskulöse Mann musste sich aber mit der Mitbewohnerin einlassen, schließlich braucht der ansonsten höhepunktlose Film (gut, dafür gibt’s die Sexszenen) etwas Dramatik.
Nach einigen Irrungen und Wirrungen finden sich Johan und Anna aber dann doch wieder und es folgt die einzige schöne Mann-Frau-Sexszene des ganzen Films (zumindest meiner Meinung nach). Sie ist lang, intensiv, detailliert und ein wenig krampfhaft realistisch – auf dem Tisch neben dem Bett steht ein Tetrapack Saft, von dem Anna Johan während des Spiels zu trinken gibt.
Alles in allem ist der Film wie erwähnt höhepunktlos, aber zwei Sexszenen haben mir sehr gut gefallen. Er ist etwas langgezogen und wirkt, als versteife er sich sehr darauf, eine Story zu haben – schließlich soll es ein Frauenporno sein. Sehr niedlich finde ich, dass er von Innocent Pictures (und Zentropa) produziert wurde^^. Ich habe meinem Partner während des Films einen Handjob gegeben und versucht, bei der Lesbenszene (ja, mich sprechen seltsamerweise nur Lesbenszenen wirklich an) etwas zu masturbieren, was aber scheiterte, weil sie so kurz war und meine Finger noch etwas kalt. Es war für mich ganz nett, aber doch zu wenig Sex. Mein Partner fand den Film recht unterhaltsam, würde ihn aber nie zur Selbstbefriedigung nutzen (er ist eben ein Kerl^^ – okay, mir reichte es auch nicht).
Eine Empfehlung spreche ich unter oben genannten Umständen nur bedingt aus.



![IMG_0387[1] IMG_0387[1]](http://www.sexintheair.de/wp-content/uploads/2012/02/IMG_03871-70x70.jpg)








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